20 Jahre für den Klimaschutz

Energie-Beratungsagentur KliBA feierte ihr Jubiläum

Heidelberg/Rhein-Neckar. Die gemeinnützige Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur Heidelberg-Rhein-Neckar-Kreis (KliBA) hat kürzlich mit einem Festakt im Landratsamt ihr 20-jähriges Bestehen gefeiert. Im Beisein von Landesumweltminister Franz Untersteller (Grüne) wurde unter anderem eine unterstützende Erklärung zum Klimaschutzpakt des Landes und der kommunalen Landesverbände unterzeichnet. Landrat Stefan Dallinger vertrat hierbei alle 54 Kommunen des Rhein-Neckar-Kreises. Dieses umfassende Bekenntnis sei landesweit einmalig, hieß es vonseiten der KliBA.

www.keskin-arts.com_dsc_4636_klein_926.jpg

Geschlossen für den Klimaschutz im Rhein-Neckar-Kreis: Gesellschafter der KliBA - alle Städte und Gemeinden im Landkreis - unterzeichneten im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis am 24. Mai 2017 den Vertrag zur Förderung der klimaschutzrelevanten Aufgaben der KliBA. Sitzend v.l.n.r.: Geschäftsführer der KliBA Dr. Klaus Keßler; Landrat Stefan Dallinger; Umweltminister Franz Untersteller, MdL; Oberbürgermeister der Stadt Heidelberg, Prof. Dr. Eckart Würzner, Sparkassendirektor Bernd Wochele. Bilder: © KliBA, Gülay Keskin

Diese wurde im Jahr 1997 mit dem Ziel gegründet, Bürger und Kommunen in der Metropolregion bei energetischen Modernisierungen zu informieren. Seitdem ist eine Menge passiert. Die KliBA hat ihre Tätigkeitsfelder ausgebaut. Dazu gehören Beratungen, Klimaschutz- und Quartierkonzepte, Energiechecks sowie Gutachten. Aus einer Serviceeinrichtung mit zweieinhalb Personalstellen hat sich eine kreisweite Agentur mit 14 fest angestellten und acht freiberuflichen Energieberatern entwickelt. Die KliBA profitierte vom wachsenden Stellenwert des Klimaschutzes in der Gesellschaft.

Gesellschafter der Agentur sind die Stadt Heidelberg, weitere 26 Kommunen sowie die Sparkasse Heidelberg und der Rhein-Neckar-Kreis. Dass dieser im September 2012 zu den Trägern stieß, sei für die erfolgreiche Entwicklung besonders wichtig gewesen, hieß es vonseiten der KliBA. Seitdem steht etwa 700 000 Bürgern in der Region eine unabhängige Energieberatung zur Verfügung. Die Verringerung von klimaschädlichen Emissionen und die Erhöhung des Einsatzes von erneuerbaren Energien bei der Strom- und Wärmeversorgung privater Haushalte sind erste Ziele der Agentur.

Dallinger zollte ihr hohe Anerkennung: „Die KliBA ist heute ein gefragter und anerkannter Gesprächspartner, Schrittmacher, Kümmerer, Koordinator und Lobbyist in allen Belangen des praktischen Klimaschutzes und rund um die kommunale Energiewende“. Zudem sei sie eine verlässliche Partnerin für die Kommunen und die regionale Wirtschaft.

Baden-Württemberg habe als eines der ersten Länder ein integriertes Klimaschutzkonzept verabschiedet, an dem sich alle Klimaschutzaktivitäten ausrichten. Dabei würden die regionalen Energieagenturen eine wesentliche Rolle spielen und seien Wegbereiter für die Energie- und Wärmewende vor Ort, sagte Untersteller.

Heidelbergs Oberbürgermeister Eckart Würzner ist Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der KliBA. Als einer der „Gründungsväter“ der Agentur weiß er, wie nahe „Freud’ und Leid“ bei den Themen Energie und Klimaschutz in Heidelberg und in der Region beieinander liegen: „Klimaschutz kann nur gelingen, wenn alle Akteure an einem Strang ziehen und Synergien schaffen – so wie die KliBA, die schon seit jeher von einem starken Netzwerkcharakter geprägt ist und Kooperationen zu sämtlichen Beteiligten aufbaut“. Auch die Stadt Heidelberg profitiere von den Expertisen: „Mit der Bahnstadt haben wir ein Leuchtturmprojekt auf den Weg gebracht, das international wahrgenommen wird. Die KliBA unterstützt uns seit 2010 bei der Qualitätssicherung. Energieberater begehen die Gebäude regelmäßig während der Bauphase und untersuchen beispielsweise Wärmeschutz und Luftdichtheit“, so Würzner. (zg/cab)

www.keskin-arts.com_dsc_4633_391.jpg

www.keskin-arts.com_dsc_4624_733.jpg

www.keskin-arts.com_dsc_4597_922.jpg

www.keskin-arts.com_dsc_4602_klein_819.jpg

© RNZ, Region Heidelberg vom Samstag, 3. Juni 2017, Seite 9

<< vorherige Seite »Sandhausen_Theodor-Heuss-GS_Warum hat Erde Fieber?)«