Eppelheimer erhielt den dreitausendsten Wärmepass

KliBA informiert Hausbesitzer kostenlos über Energieverbrauch und Einsparmöglichkeiten. Als Klaus Blank aus Eppelheim den Termin für die Beratung zu einem Gebäudewärmepass ausmachte, kannte er die Zahlen der Klimaschutz und Energieberatungsagentur, kurz KliBA, sicher nicht. Er ist nämlich der dreitausendste Bürger, der einen Kliba-Wärmepass erhielt. In der August-Bebel-Straße steht das Haus der Blanks, das im Jahr 1952 gebaut wurde. Klaus Blank arbeitet in der Forschung und Entwicklung im Bereich Umwelt von HeidelbergCement. Er kennt sich also auch beruflich auf dem Gebiet aus und nun ging er diesen Schritt, um sich über den Energieverbrauch seines Hauses zu informieren. „Auch wenn der auszufüllende Fragebogen doch einiges an Zeit verlangt hat, sind wir froh, dass wir jetzt Genaueres wissen, und das ohne Kosten“, freute sich der neue Wärmepassinhaber mit seiner Frau Angelika. Das Haus musste vermessen werden, Daten waren zu erfassen. „Aber nun weiß ich mehr, wie das Gebäude aufgebaut ist, habe mich näher damit befasst“, so Blank. „Man sollte wissen, wo und vor allem wie man wohnt.“ Klaus Keßler, Geschäftsführer der KliBA, freute sich ebenso über die Auskunft, dass die Beratung im Rathaus so gut und reibungslos abgelaufen ist.

Bild: v. l. Dr. Klaus Keßler, Klaus und Angelika Blank, Dieter Mörlein (Bildnachweis: © Stadt Eppelheim)

Der Wärmepass ist – im Gegensatz zum Energiepass für Vermieter – für jeden interessant, der Eigentümer einer Immobilie ist und diese selbst bewohnt. Die Blanks gehen nun als ersten Schritt daran, das Dach energetisch zu sanieren. Ob dabei neben den Fördermitteln aus diversen Programmen der Kreditanstalt für Wiederaufbau auch aus Förder- und Zuschusstöpfen der Stadt Gelder fließen können, wird sich im weiteren Verlauf des Verfahrens zeigen. Auch wird die KliBA beratend zur Seite stehen. Bürgermeister Dieter Mörlein hatte just die aktuelle Vorlage des Landesjustizministers zitiert, der die sogenannte Duldungspflicht bei Wärmedämmungen bei Überbauten im Nachbarrecht fixieren will. „Solch ein Wärme- und Energiepass muss eine Selbstverständlichkeit werden, etwa so wie der Führerschein für einen Autofahrer“, ergänzte Mörlein. Am Rathaus wird im zweiten Halbjahr etwas für die Energieeinsparung getan. Es ist in Planung, noch ein Stockwerk draufzusetzen, um der Raumnot entgegenzuwirken. Mörlein will allerdings in seiner Etage und in seinem Büro bleiben. Zumindest die Mitarbeiter unter dem gedämmten Dach werden dann kein hitzefrei, wie kürzlich, mehr bekommen. Der Fragebogen kann übrigens hier heruntergeladen werden. Das Ergebnis können die Interessenten mit einem KliBA- Berater dann in den Sprechstunden besprechen.

fi © Rhein-Neckar-Zeitung, Donnerstag 08.08.2013

<< vorherige Seite »Climate Fair To Go)«