Gebt Worte – Poetry zum Klimawandel

KliBA veranstaltete °Climate Slam 2016 im Raumfänger

Über allen Klimagipfeln ist Unruh.` Der Klimawandel betrifft alle und macht vor der Luft zum Atmen so wenig Halt wie vor Ernährungsgewohnheiten. Hungernde Eisbären, sterbende Fische, ausbleibende Ernten, steigende Luftverschmutzung – zum Glück können wir einen Beitrag leisten, um die Natur, die Artenvielfalt und uns selbst zu retten. Es beginnt mit Nachdenken, Worte finden und Zuhören, es beginnt mit Poesie beim °CLIMATE SLAM - Poetry Slam rund um den Klimaschutz.

Slam Poetry ist Wort-/Sprachkunst mit allen Formen von klassischer oder moderner Lyrik über Kabarett, Comedy bis zu Prosa. Slam Poetry ist Dichterwettstreit im Rampenlicht und Spektakel vor Publikum, das zum Mitfiebern und Mitwirken einlädt.

Dazu hat die KliBA, Klimaschutz­ und Energie-Beratungsagentur Heidelberg-Rein-Neckar-Kreis am Sonntag den 18. September eingeladen. Der °Climate Slam fand im Raumfänger, einer innovativen, mobilen Veranstaltungsblase am Neckarufer unterhalb der Stadthalle statt. Die Raumhülle wird mithilfe von zwei Ventilatoren aufgeblasen. Der Clou diesmal war, dass die Veranstaltungsteilnehmer den Strom für den Aufbau des Raumfängers auf zwei Drahteseln selbst erzeugten. Die Fahrräder wurden an einem Generator angeschlossen. So konnten einige selbst direkt spüren, wie viel Kraft benötigt wird, und auch sehen, dass durch ihr kräftiges Treten direkt vor Ihren Augen der Raumfänger an prallen Konturen gewann.

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Der Abend begann mit dem Workshop des Slam-­Poeten und Slam-Champion Philipp Herold, der es versteht seine Begeisterung für Gedanken- und Sprachspiel, für Rhythmik und Doppelsinn besonders gut zu vermitteln und die Teilnehmer dafür zu begeistern. So haben die Zuhörer erfahren, warum ein Eisbär lieber ein Braunbär im Bayrischen Wald sein möchte und wie ein Tag in einer plastifizierten Welt eine überraschende Wendung findet. Mit von der Partie waren die jungen talentierten und feschen Berliner Poetry Slammer Noah Klaus und Max Gebhard. Spontan kamen dann auf die Bühne die Mannheimerin Sylvie le Bonheur sowie Felix Römer, einer der bekanntesten deutschsprachigen Poetry-Slammer.

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In bester Slammer-Tradition weniger vorgelesen als vielmehr dargeboten und ihnen durch die mal laute, mal flüsternde, mal klagende, mal aufsässige/trotzige/subversive Art & Weise Leben eingehaucht fanden die Texte eine begeisterte Resonanz beim buntgemischten Publikum. Und so wurde der Abend zu dem was ein Poetry Slam ist und hält: Worte zaubern und Geschichten erzählen und diesmal über unsere Lebensräume im Inneren und Äußeren.

°Climate Slam will die Räume wieder fangen.

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Fotos: © Gülay Keskin

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