Perspektiven für Klimaschutz und Energiewende. Energieeffizienzkongress in Heidelberg

Begleitend zur Umweltministerkonferenz (UMK) fand am 23.10.2014 ein Fachkongress mit Umweltminister Franz Untersteller, der in diesem Jahr den Vorsitz der UMK inne hat, zum Thema Energieeffizienz in Heidelberg statt.

(Heidelberg, 24.10.2014) Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller bezeichnete in seiner Eröffnungsrede die Gebäudesanierung als nach wie vor unterschätzten Aspekt des Klimaschutzes und der Energiewende. „Wir müssen dem Thema der effizienten Nutzung von Energie im Wärmebereich, also bei der Heizung und der Warmwasserbereitung, mehr Aufmerksamkeit schenken und unsere Anstrengungen auf diesem Gebiet verstärken“, sagte Untersteller den rund 200 Teilnehmern. Da sei speziell auch die Politik gefordert, die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Hausbesitzer und Unternehmer mehr als bisher in die Sanierung ihrer Gebäude investieren. Deshalb beschäftigte sich auch die Umweltministerkonferenz mit dem Thema. Unter anderem gehe es um den Vorschlag Baden-Württembergs, Sanierungen über eine steuerliche Regelung zu fördern.

Welche Möglichkeiten die öffentliche Hand hat, als Vorbild die eigene Energieeffizienz zu steigern, erläuterte Heidelbergs Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner aus kommunaler Sicht am Beispiel Heidelberg in seiner Begrüßung. „Heidelberg hat sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt, bei dem Energieeffizienz eine maßgebliche Rolle spielt: die klimaneutrale Kommune. Bis 2050 wollen wir die CO2-Emissionen um 95 Prozent reduzieren und den Energiebedarf um die Hälfte senken. Um dieses Ziel zu erreichen, setzen wir nicht nur auf die Beteiligung der gesamten Stadtgesellschaft, sondern auch auf die Erkenntnisse aus wichtigen Fachkongressen wie dem heutigen. Der Energieeffizienzkongress des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg ermöglicht einen wichtigen disziplin- und länderübergreifenden Austausch zu Entwicklungen, Strategien und Lösungsansätzen.“

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Bild v.l.n.r.: Dr. Klaus Keßler, KliBA; Dr. Eckart Würzner, Oberbürgermeister Heidelberg; Franz Untersteller, Umweltminister Baden-Württemberg © Gülay Keskin

Mehr als ein Drittel der Endenergie werden in Gebäuden verbraucht, rund 80 Prozent für Heizung und Wasser. Hauptverursacher sind dabei nicht die Neubauten, sondern der große Bestand an älteren und alten Gebäuden. Der Energieeffizienzkongress hat aufgezeigt, welche Möglichkeiten es gibt, die Effizienz der Energienutzung in privaten, öffentlichen oder wirtschaftlich genutzten Gebäuden zu steigern.

Dr. Klaus Keßler, Geschäftsführer der Klimaschutz- und Energie- Beratungsagentur Heidelberg – Rhein-Neckar-Kreis (KliBA), die den Kongress im Auftrag des Umweltministeriums organisiert hatte, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Zuspruch und dem Verlauf der Veranstaltung. „Der Kongress bot umfassende Informationen zum aktuellen Stand der Wärmewende in Theorie, Wissenschaft und Praxis.“ so Keßler.

Ihre Ansprechpartner für weitere Informationen:

Dr. Klaus Keßler -

Geschäftsführung -

Tel.: (0 62 21) 998750 -

info@kliba-heidelberg.de

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