Hand in Hand für den Klimaschutz. KliBA ist mit im Boot

Die Metropolregion Rhein-Neckar, der Rhein-Neckar-Kreis und 51 kreisangehörige Städte und Gemeinden unterzeichnen Kooperationsvereinbarungen zum Klimaschutz.

Heidelberg, 24. April 2014. „Das Thema Klimaschutz ist auf der politischen Agenda von Kreis und Kommunen angekommen“, so begrüßte Landrat Stefan Dallinger neben den zahlreichen Landtagsabgeordneten, dem Verbandsdirektor des Verbands Region Rhein-Neckar und Geschäftsführer der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH (MRN GmbH), Ralph Schlusche, und den Vertretern der Fraktionen im Kreistag, Umweltminister Franz Untersteller MdL, die Oberbürgermeister, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Vertreter der kreisangehörigen Kommunen.

Gemeinsame Kooperationsvereinbarung unterzeichnet
Der Rhein-Neckar-Kreis, die Metropolregion Rhein-Neckar GmbH und 51 der 54 Städte und Gemeinden haben am 23. April 2014 im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis in Heidelberg eine gemeinsame Kooperationsvereinbarung zum Klimaschutz unterzeichnet.

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(Bildnachweis: © Rhein-Neckar-Kreis)
Umweltminister Untersteller zu Gast
Als Ehrengast konnte der Landrat den baden-württembergischen Umweltminister Franz Untersteller MdL gewinnen, der das besondere Engagement des Kreises und seiner Kommunen lobte: „In Sachen Energieeffizienz und den erneuerbaren Energien sowie dem Klimaschutz ist der Rhein-Neckar-Kreis vorne mit dabei“, freute sich Untersteller. Mit der Unterzeichnung der gemeinsamen Kooperationsvereinbarungen haben der Kreis und seine Kommunen den kommunalen Klimaschutz als langfristige Aufgabe angenommen und werden ihre Aktivitäten auf diesem Gebiet weiter ausbauen. Zum gemeinsamen Handeln gratulierte er der MRN GmbH, dem Rhein-Neckar-Kreis und den beteiligten Städten und Gemeinden: „Das Land Baden-Württemberg und ich persönlich werden auch weiterhin diese gemeinsamen Anstrengungen, die heute eine gute vertragliche Basis erhalten haben, unterstützen.“
Kreis hat ehrgeizige Ziele
"Vor fast genau einem Jahr hat der Kreistag des Rhein-Neckar-Kreises das Klimaschutzkonzept für den Rhein-Neckar-Kreis und seine Eigengesellschaften verabschiedet", gab Landrat Stefan Dallinger einen kurzen Rückblick. Bei der Umsetzung dieses Klimaschutzkonzeptes sei eine enge Zusammenarbeit mit den Kommunen des Rhein-Neckar-Kreises wichtig, so der Landrat, der bereits in seiner Bewerbungsrede im Februar 2010 die Beiträge des Kreises zum Klimaschutz als einen Schwerpunkt seiner Amtsführung formulierte. Der Landkreis, die Städte und Gemeinden bekennen sich zu den Oberzielen der Klimaschutzleitlinien des Kreises als gemeinsames Ziel und vereinbaren die gegenseitige Abstimmung der Aktivitäten. Dallinger dankte dem Kreistag und den Kommunen für diese richtungsweisende Entscheidung. „Wir haben uns ehrgeizige Ziele gesetzt, an denen wir in den kommenden Jahren arbeiten werden“, informierte der Landrat. Der Kreis wolle den Kohlenstoffdioxidausstoß bis 2020 um 20 Prozent und bis 2030 um 30 Prozent reduzieren. Zwischenzeitlich sei eine Mobilitätsanalyse für die Mitarbeiter des Landratsamts Rhein-Neckar-Kreis erstellt, an einer gemeinsamen Fördermitteldatenbank und einem Konzept für Elektrotankstellen werde gerade gearbeitet. Ebenso will der Kreis eine kreisweite Radwegeplanung auf den Weg bringen.
Kommunen haben Vorbildfunktion
Auch Michael Kessler, Bürgermeister der Gemeinde Heddesheim, betonte die Vorbildfunktion der Kommunen: Den Leitsatz „globales Denken und lokales Handeln“ können die Kommunen des Rhein-Neckar-Kreises für sich beanspruchen. Mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung kommen die Aktivitäten des kommunalen Klimaschutzes ein großes Stück voran. Und der Bürgermeister, der zudem Vorsitzender des Kreisverbands der Bürgermeister des Rhein-Neckar-Kreises im Gemeindetag Baden-Württemberg ist, sagte abschließend, dass „der Klimaschutz durch den heutigen vertraglichen Schulterschluss zwischen dem Kreis und den Kommunen einen neuen Schwung erhalten habe.“
Zusammenarbeit von Kreis und MRN
Um die Zusammenarbeit zwischen dem Rhein-Neckar-Kreis und der Metropolregion beim Thema Klimaschutz zu intensivieren und Synergieeffekte zu nutzen, unterzeichneten der Rhein-Neckar-Kreis und die Metropolregion Rhein-Neckar ebenfalls eine Kooperationsvereinbarung. Ralph Schlusche, Verbandsdirektor des Verbands Region Rhein-Neckar und Geschäftsführer der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH, äußerte sich erfreut über den künftigen gemeinsamen Austausch: Heute ist ein guter Tag für den Rhein-Neckar-Kreis, seine Kommunen und auch für die Metropolregion Rhein-Neckar, die bereits über viele Jahre auf dem Gebiet der Energieversorgung, Energiewende und des Klimaschutzes aktiv ist. Seit 2005 ist mit dem neuen Staatsvertrag das Thema auf die Agenda der Region gerückt. Die Umsetzung gelingt nur durch aktives Gestalten auf der kommunalen Ebene. Durch die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung sind wir diesem Ziel deutlich näher gerückt, so das Fazit von Schlusche.
Kommunen verpflichten sich, ein eigenes Klimaschutzkonzept zu erstellen
Ziel der Kooperationsvereinbarungen ist im Rahmen der Aktivitäten der Energiewende eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Rhein-Neckar-Kreis und seinen Kommunen zu fördern. Im Fokus stehen hierbei die gemeinsame Entwicklung von Klimaschutzteilzielen und Klimaschutzzielen, die gegenseitige Unterstützung bei der Umsetzung von Maßnahmen sowie die Abstimmung der jeweiligen Aktivitäten. Der Rhein-Neckar-Kreis erstellte für die Städte und Gemeinden kostenfrei eine CO2-Bilanz, die fortgeschrieben wird. Im Gegenzug verpflichten sich die Kommunen, ein eigenes Klimaschutzkonzept bis 2020 zu erstellen. Geplant ist auch der praktische Austausch von Erfahrungen in Form von Netzwerktreffen mit den Klimaschutzmanagern oder Umweltbeauftragten vor Ort. Zweck dieser Treffen sind vor allem die Nutzung von Synergieeffekten und der Wissenstransfer - beispielsweise bei der Erstellung von Förderanträgen.
KliBA gGmbH ist eingebunden
Die neu einrichtete Geschäftsstelle Klimaschutz beim Eigenbetrieb Bau und Vermögen, die auch für die Umsetzung des kreiseigenen Klimaschutzkonzepts zuständig ist, koordiniert und organisiert die Netzwerktreffen. Die Geschäftsstelle steht den Kommunen auch bei allen Fragen zu Klimaschutzaktivitäten zur Verfügung. Eingebunden bei Fachthemen wird auch die KliBA gGmbH, die seit 2012 die Bürger des gesamten Rhein-Neckar-Kreises berät. Mit der Vereinbarung zwischen dem Rhein-Neckar-Kreis und der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH ist der Rhein-Neckar Kreis jetzt Partner für das "Mehr-Ebenen-Modell". Es ist Bestandteil des auf drei Jahre angelegten europäischen Förderprojekts COOPENERGY (IEE), an dem die MRN GmbH seit April 2013 teilnimmt. COOPENERGY hat zum Ziel, die Ebenen übergreifende Zusammenarbeit bei nachhaltigen Energiekonzepten in der Region zu fördern.

Herausgegeben vom Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis, Amt für Öffentlichkeitsarbeit, Tel. (06221) 522-1220, -1222 oder -1421; Pressesprecherin: Silke Hartmann, E-Mail: Oeffentlichkeitsarbeit@Rhein-Neckar-Kreis.de

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