Stadtbücherei verleiht Strommessgeräte

Was in Heidelberg prächtig funktioniert, bietet die KliBA nun auch in Neckargemünd an

Neckargemünd. In Heidelberg startete die KliBA (Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur) im Februar mit großem Erfolg das Ausleihen von 40 Strommessgeräten über die Stadtbücherei. Und was dort funktioniert – bislang sind 211 Geräte ausgeliehen worden –, das soll sich auch in Neckargemünd bewähren.

„Vorher haben wir in unseren Beratungsstellen die Strommessgeräte maximal 20 bis 30 Mal pro Jahr verleihen können“, sagte Dr. Klaus Kessler von der KliBA bei der Übergabe der Geräte in der Stadtbücherei im alten Rathaus. Über die Büchereien erreiche man viel mehr Menschen, nicht nur Leute, die in die Beratungsstellen kommen und dem Thema gegenüber sowieso schon aufgeschlossen seien. „Sie sehen die Strommessgeräte und leihen sie sich einfach mal aus“, so Kessler. Das geht bei den Geräten genauso einfach wie bei den Büchern. Kulturreferentin Doris Meyer zu Schwabedissen begrüßte auch als Leiterin der Stadtbücherei diese Aktion, die keinen großen Mehraufwand für die dortigen Mitarbeiterinnen bedeute.

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v.l.n.r. Nicola Lender, Dr. Keßler, Kulturreferentin Doris Meyer zu Schwabedissen, Winfried Schimpf. Foto: Hassemann-Dunka

Vier Strommessgeräte stehen erst einmal bereit. Wer ein Gerät ausleiht, erhält es in einem kleinen Karton ausgehändigt, in dem sich auch ein Infoheft zur Auswertung der Daten befindet. Es werden auch Angaben zum durchschnittlichen Verbrauch von Geräten gemacht, um eine Orientierung zu bieten. Das Heft wird jedes Mal neu eingelegt und kann vom Ausleiher behalten werden. Unter anderem können hierin die ermittelten Werte eintragen kann. Rechenbeispiele machen die Messungen noch verständlicher.

Bürgermeisterstellvertreter Winfried Schimpf sprach vom Anliegen des Gemeinderats, im Klimaschutz voranzukommen: „Manchmal sind es die kleinen Schritte, die auch einen Beitrag leisten können.“ Der Zugang zur Bücherei stehe schließlich allen offen und ein Strommessgerät auszuleihen, gehe ganz einfach.

„Es geht um das Thema Effizienz“, sagte Dr. Kessler. „Die Strommessgeräte zeigen den Stromverbrauch der angeschlossenen Geräte an und helfen dabei, ohne Komfortverlust Strom zu sparen.“

Klimaschutzberaterin Nicola Lender hat den Stromverbrauch einzelner Geräte daheim bereits überprüft. Sie ist sich sicher, dass so mancher überrascht sein wird, wie viel Strom im Stand-by-Modus geschluckt wird. Wer wissen will, ob sich eine Neuanschaffung loht, kann mit dem Messgerät die jährlichen Betriebskosten ermitteln und diese mit dem Verbrauch energieeffizienter Geräte vergleichen. (nah)

Region Heidelberg vom Dienstag, 7. Juli 2015, Seite 3


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