Energieverbrauch ist gesunken

Klimaschutzbilanzen für 2010 bis 2013 vorgelegt

Rhein-Neckar. Der Rhein-Neckar-Kreis hat sich für den Klimaschutz hohe Ziele gesteckt. So sollen etwa die Kohlenstoffdioxid-Emissionen bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent gegenüber dem Wert von 2010 reduziert werden. Bis zum Jahr 2030 ist sogar eine Verringerung um 30 Prozent vorgesehen. Um festzustellen, ob diese Ziele erreicht werden, wurde die Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur (KliBA) damit beauftragt, Kohlenstoffdioxid-Bilanzen zu erstellen und fortzuschreiben. Darin fließt unter anderem der Endenergieverbrauch von Haushalten, Gewerbe, kommunalen Einrichtungen oder Verkehr in den 54 Kommunen des Kreises und in den kreiseigenen Liegenschaften ein. Ebenso wird die Art des Energieträgers berücksichtigt, also ob Kohle, Erdöl oder Erdgas zum Einsatz kommen.

Nun legte die KliBA dem Ausschuss für Umwelt, Verkehr und Wirtschaft die Bilanz für die Jahre 2010 bis 2013 vor. Erfreulich ist, dass der Energieverbrauch und der Ausstoß von Kohlenstoffdioxid um jeweils zwei Prozent gesunken sind. KliBA-Geschäftsführer Klaus Keßler führte diese Reduzierung vor allem auf die warme Witterung in diesen Jahren zurück. Allerdings hätte die Verringerung des Kohlenstoffdioxid-Ausstoßes noch stärker ausfallen können, wenn nicht der Strom einen schlechteren Emissionswert in den letzten Jahren bekommen hätte. Dies liege vor allem an dem vermehrten Einsatz von Braunkohle.

Auf der Internetseite www.klimaschutz-rnk.de sind die Daten zur Kohlenstoffdioxid- und zur Energiebilanz für den Kreis und die einzelnen Kommunen einsehbar. Hier zeigt sich beispielsweise, dass der Verbrauch von Heizöl sowie der Strombedarf kreisweit von 2010 bis 2013 gesunken sind. Der Einsatz von Erdgas und Kraftstoffen wie Diesel oder Benzin blieb ungefähr gleich, unterlag im Laufe der Jahre aber starken Schwankungen. (ze)

Region Heidelberg vom Samstag, 25. März 2017, Seite 10


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