Energiemanagement am Friedrich-Ebert-Gymnasium

Schüler kontrollierten unnötigen Energieverbrauch an Elektrogeräten

(Sandhausen, 19. Juni 2015) Verluste von 250 Millionen Euro jährlich allein in Baden-Württemberg verursacht durch heimliche Stromfresser. – Was man selbst dagegen tun kann, um den unnötigen Stromverbrauch zu stoppen und wie in Deutschland Strom erzeugt wird, zeigt das Klimaschutzprojekt „Stand-by an Schulen“ nun schon zum 5. Mal in Sandhausen.

Im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg führte Umweltpädagogin Anita Köhler von der lokalen Energieagentur KliBA gGmbH zwei Unterrichtseinheiten zu je zwei Doppelstunden in der Klasse 9a des Friedrich-Ebert-Gymnasiums im Rahmen des Physikunterrichts durch. Hierbei untersuchten die Gymnasiasten nach einer theoretischen Einführung zu Klimaschutz und regenerativen Energieträgern den Stromverbrauch von Elektrogeräten im Standby-Betrieb. In zwei Wochen soll dann eine Einheit zu den Vor- und Nachteilen von Glühbirnen, LED, Halogen und Energiesparleuchten folgen.

friedrich_ebert_gymnasium_9a_sandhausen__gemeindenachrichten_353.jpg

Wie viel Strom verbraucht ein Nintendo, ein Fön, ein Laptop oder ein Handy während und auch nach dem Strombetrieb, wenn sie im Standby-Modus sind. Dieser Frage ging die Klasse 9a des Friedrich-Ebert-Gymnasiums unter der Anleitung von Anita Köhler (1.v.l.) der Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur, kurz KLiBA, nach. Außerdem auf dem Bild: Bürgermeisterstellvertreterin Eva Maria Eichler (2.v.l.), Jörg Exel vom Ortsbauamt (3.v.l.) sowie der Abteilungsleiter der Naturwissenschaften am Friedrich-Ebert-Gymnasium, Alexander Wüst (4.v.l.)

Zur ersten Unterrichtseinheit am 9. Juni kamen Bürgermeisterstellvertreterin Eva Maria Eichler und Herr Exel vom Ortsbauamt und zeigten den Schülern, dass auch die Gemeinde ihre Hausaufgaben in Sachen Klimaschutz gemacht hat. Denn bereits seit Jahren arbeitet die Verwaltung in Sachen Energiemanagement eng mit der KLiBA zusammen. Durch die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED, die auch den Schülern aufgefallen war, konnte so zwei Drittel der Energie eingespart werden. Darüber hinaus hatte man in Dachsanierung, neue Fenster und Wärmedämmung öffentlicher Gebäude investiert, um die Heizkosten zu reduzieren. Da das Schulzentrum der größte Energieverbraucher im Ort ist, motivierte Exel die Schülerinnen und Schüler, sich künftig in Form einer Energiespar-AG am Klimaschutz zu beteiligen. Denn durch den Beitritt Sandhausens zum Klimaschutzkonzept des Rhein-Neckar-Kreises im vergangenen Jahr sind in Zukunft alle Bürger bei der Einsparung von CO2 gefragt.

© Gemeinde-Nachrichten Sandhausen, 19. Juni 2015

<< vorherige Seite »Stromsparhelfer untersttzen einkommensschwache Haushalte)«