Ein Stromspartipp reihte sich an den anderen

Ausstellung „Stromeinsparung im Haushalt“ in Malsch – Warnung vor „versteckten“ Verbrauchern

Malsch. Bereits 2014 fanden sich umweltbewusste Malscher Bürger zusammen, um gemeinsam mit der Gemeinde und der Umweltbeauftragten des Gemeindeverwaltungsverbands Rauenberg eine „Klimawerkstatt“ ins Leben zu rufen. Erste Aktionen wie „Malsch pumpt effizient“ oder „Laufender Schulbus“ gingen bereits erfolgreich an den Start.

Jetzt hatte sich die Klimawerkstatt der „Stromeinsparung im Haushalt“ in Form einer Ausstellung angenommen. Bürgermeisterin Sibylle Würfel, Umweltbeauftragte Dr. Brigitta Martens-Aly, Dr. Klaus Keßler von der Klimaschutz- und Energieberatungsagentur KliBA, Hauptamtsleiter Frank Herrmann, Mitglieder des Gemeinderats und der Klimawerkstatt sowie Energieberater Thomas Rinnert eröffneten die Ausstellung vor zahlreichen interessierten Gästen.

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Eröffneten die Stromspar-Ausstellung im Malscher Rathaus: (v.li.) Bürgermeisterin Sibylle Würfel, Umweltbeauftragte Dr. Brigitta Martens-Aly, Hauptamtsleiter Frank Herrmann, Silvia Bender aus Malschenberg und Dr. Klaus Keßler (KliBA). Foto: Pfeifer

Willkommensgrüße galten auch Silvia Bender aus Malschenberg, die den Besuchern mit einem selbst gebauten Projekt Funktion und Wirkungsdauer einzelner LED-Leuchten vorführte. „Kennen Sie auch hohe Stromrechnungen?“, fragte Sibylle Würfel eingangs. 3500 Kilowattstunden im Jahr für Licht und Haushaltsgeräte seien für einen Dreipersonenhaushalt nicht außergewöhnlich. Wie man das auf die Hälfte reduzieren kann, das zeige die Ausstellung, konzipiert von der Hessischen Energiespar-Aktion. Man wolle den Besuchern viele Anregungen zum Stromsparen geben und sie auch zu einem klimafreundlichen Handeln motivieren, erklärte die Bürgermeisterin. Für die KliBA zollte Klaus Keßler der ideenreichen Klimawerkstatt Malsch Anerkennung. Seines Erachtens habe sie im gesamten Rhein-Neckar-Kreis eine Art Vorbildfunktion. Mit Blick auf bekannte Stromfresser wie Heizlüfter machte Keßler auf „versteckte“ Verbraucher aufmerksam, die nur scheinbar im Ruhezustand seien. „Die Ausstellung zeigt, dass jeder von uns Strom sparen kann“, so Keßler. Eine Hilfe dabei könnten Strom-Messgeräte sein, die man bei der KliBA auch ausleihen könne.

Die Ausstellung besteht aus neun großflächigen Schautafeln, die wertvolle Tipps geben. So ist beispielsweise zu lesen, dass selbst ein nicht genutztes Handy-Ladegerät in der Steckdose Strom verbraucht. Ganz zu schweigen von den Geräten im „Stand by“- oder Bereitschafts-Modus. Eine Schautafel zeigt anhand des technischen Fortschritts, wie viel man sparen kann. Schon zehn Jahre alte Haushaltsgeräte oder Beleuchtungsmittel sind bereits überholt. Eine weitere Empfehlung lautet, bei Fernsehern auf den Verbrauch zu achten – und auf die Größe, durch die sich das Einsparpotenzial natürlich relativiert.

Die Schautafel „Beleuchtung – eine Erfolgsgeschichte“ führt dem Betrachter vor Augen, wie die Lichtausbeute gegenüber dem Verbrauch angefangen vom steinzeitlichen Kienspan bis hin zur stromsparenden LED optimiert wurde. Auch bei Notebooks und Tablet-Computern gibt es wahre Stromfresser, wie die entsprechende Schautafel zeigt. Viel Geld sparen lässt sich auch mit effizienten Waschmaschinen. So reihte sich in der Ausstellung ein Stromspartipp an den anderen.

(null)Wieslocher Nachrichten - Walldorfer Rundschau vom Samstag, 12. November 2016, Seite 4


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