Wärmeschutz im Altbau - es gibt viel zu tun

Planen Sie Sanierungsmaßnahmen an Ihrem Haus? Dann denken Sie daran, die Gelegenheit zu einer Verbesserung des Wärmeschutzes und der Haustechnik zu nutzen.

In Deutschland ist der Endenergieverbrauch in den privaten Haushalten fast ebenso groß wie der Endenergieverbrauch der Industrie oder des Verkehrs. Von dieser Energie entfallen rund 67 Prozent auf die Raumheizung und rund 16 Prozent auf die Warmwasserbereitung. Im Rahmen einer energetischen Sanierung kann dieser Energieverbrauch deutlich gesenkt und bis zu 80 Prozent der Energiekosten eingespart werden.

Noch unsanierte Wohngebäude bieten deshalb gute Einsparpotentiale. Eine optimale Wärmedämmung und leistungsfähigere Heiztechnik reduzieren den Energieverbrauch und erhöhen den Komfort. Eine Rundum-Isolierung fürs Haus spendet außerdem mehr als Wärme: Wenn ein Wohnhaus nachträglich gedämmt wird, bekommt es eine neue Fassade und meistens auch neue Fenster oder ein neues Dach. Dies kann ein unauffälliges Wohnhaus zu einem echten Schmuckstück machen und die Mehrkosten sind überschaubar.

Wer energieeffizient saniert, profitiert derzeit doppelt: von den niedrigen Zinsen und den besonders attraktiven stattlichen Förderungen. Dabei werden sowohl schrittweise Sanierungsschritte als auch eine Komplettsanierung staatlich gefördert.

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Bild: Bis zu 80 Prozent der vorher verbrauchten Energie lassen sich in einem Altbau nach einer energetischen Sanierung sparen.

Wie viel Energie „schluckt“ das eigene Haus?

Der Gebäude-Wärmepass der KliBA weist die energetische Qualität des Gebäudes aus, erfasst allgemeine Gebäudedaten und fasst die Ergebnisse der Bewertung anschaulich zusammen. Mit dem Wärmepass erfahren die Eigentümer und Hausbewohner für welche Gebäudeteile – Kellerdecke, Fassade, Dach, Fenster oder Heizung – wie viel Energie und Geld sie durch eine Sanierung einsparen können.

Die Endnote für den Ist- und Sollzustand des Hauses ist in zwei Bereiche aufgetrennt. Somit ist es Eigenheimbesitzer sofort möglich zu sehen, wie sich die Note mit den vorgeschlagenen Maßnahmen verbessert. Weist die Gebäudehülle große Defizite auf, während die Anlagentechnik aber relativ modern ist, dann fällt die Entscheidung das Gebäude erst einmal zu dämmen leichter.

Der Wärmepass ist – im Gegensatz zum Energiepass für Vermieter – für jeden interessant, der Eigentümer einer Immobilie ist, egal ob selbstgenutzt oder vermietet.

Bürger aus dem Rhein-Neckar-Kreis und der Stadt Heidelberg können sich für ihr Gebäude den Wärmepass kostenfrei ausstellen lassen und so erfahren, welche Maßnahmen bei der Sanierung welche Einsparungen bewirken. Für den Wärmepass können Eigenheimbesitzer einen Fragebogen bei der KliBA anfordern oder auf den Internetseiten der KliBA unter http://www.kliba-heidelberg.de/bauen_waermepass.html herunterladen. Beim Ausfüllen sind die Energieberater der KliBA gern behilflich. Das Ergebnis, das in etwa vier Wochen vorliegt, können Hausbesitzer mit einem Energieberater der KliBA während der KliBA-Energieberatungen in Ihrem Rathaus diskutieren.