Kühler Kopf in heißen Zeiten: Wärmeschutz im Sommer

Die Sonnenhitze soll am besten erst gar nicht in die Wohnung gelangen - für kühle Wohnungen im Sommer gibt es drei Ansatzpunkte:

1. Eine gute Wärmedämmung der Außenbauteile.

2. Sonnenschutz an den Fenstern - unbedingt außen liegend.

3. Minderung der Abwärme durch Abschalten von Elektrogeräten und Beleuchtung in der Wohnung.

Wir geben Ihnen Tipps und Anregungen, wie Sie sich und dem Klima etw. Gutes tun können.

Sonnenschutz ist am wirksamsten, wenn die Sonnenstrahlen die Fensterflächen nicht erreichen. Ein außen liegender Sonnenschutz - Markisen, Jalousien, Roll- und Klappläden - hilft am besten, die Sonnenstrahlen draußen zu lassen. Sinnvoll ist es, sie tagsüber geschlossen zu halten.

Auf der Innenseite des Fensters angebrachte Rollos und Vorhänge sind weniger wirksam. Um dennoch eine möglichst hohe Wirkung zu erzielen, sollten sie gut reflektieren, ihre Außenflächen hell oder metallbeschichtet sein.

Besser als alle Elektrogeräte zur Raumklimatisierung ist richtiges Lüften, d.h. in den kühleren Morgenstunden oder spät abends/nachts, wenn die Außentemperaturen kühler sind. Zentrale Klimaanlagen sind nicht nötig und verbrauchen enorm viel Strom. Ein Klimagerät mit 750 Watt Leistung kostet pro Betriebsstunde ca. 15 Cent = 3,60 € bei 24h.

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Der sommerliche Wärmeschutz ist für ein gesundes Wohnklima unverzichtbar. Die Energieeinsparverordnung (EnEV) schreibt ihn übrigens seit 2013 verbindlich vor. Bild: © KEA

Sie können den Sommer durch „passive“ Maßnahmen angenehm gestalten. Nicht zu unterschätzen ist die Wärmeabstrahlung von Elektrogeräten und Lampen. Kühlschränke und Gefriergeräte verbrauchen mehr Strom, wenn die Umgebungstemperatur hoch ist. Schützen Sie die Geräte vor direkter Sonneneinstrahlung.

An schwülen Tagen sollten Arbeiten mit viel Wasser und feuchter Wäsche vermieden werden, um die Luftfeuchtigkeit nicht noch zu erhöhen.