Nachrüsten schont die Umwelt

Ihr Mobiltelefon ist defekt? Ihr PC nicht mehr leistungsfähig genug? Ein Neukauf ist oft nicht notwendig. Zwei von fünf Bundesbürgern sind im Besitz von Mobiltelefonen, die sie nicht mehr nutzen. Ein defekter Akku ist hierbei die häufigste Ursache. Wer umweltbewusst handeln will, kann auf preisgünstige Ersatzteile zurückgreifen, die vielfältig angeboten werden und mit denen selbst ältere Handys wieder funktionstüchtig gemacht werden können. Denn für die Herstellung eines neuen Handys müssen weit mehr Ressourcen und Energie aufgewandt werden als für einen neuen Akku.

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Bild: Umweltbewusstes Handeln mit neuem Akku statt einem Neugerät. (Quelle: fotolia)

Gleiches gilt für PCs: Nachrüsten statt neu kaufen schont den Geldbeutel und die Umwelt. Die Herstellung eines einzigen Computers inklusive Monitor setzt 850 Kilogramm Treibhausgase frei und verbraucht rund 2790 Kilowattstunden Energie – das entspricht dem Stromverbrauch eines Singlehaushalts in eineinhalb Jahren. Hinzu kommen ca. 23 Kilogramm umweltbelastender Chemikalien, 1500 Liter Wasser und seltene Metalle wie Gold, Silber, Tantal oder Platin. FAZIT: Achten Sie beim PC-Kauf auf die Möglichkeit diesen nachzurüsten sowie austauschbare Komponenten.

Auch Multifunktionsgeräte schonen unsere Ressourcen. Drucker, Scanner und Fax in einem verbrauchen sowohl bei der Herstellung und als auch im Stand-by-Modus weniger Energie als die Einzelgeräte zusammen. Ein Plasmabildschirm mit über einem Meter Bildschirmdiagonale verbraucht im Jahr bis zu 600 Kilowattstunden. Damit ließen sich ganzjährig sechs energieeffiziente Kühlschränke versorgen. Da guckt mancher bei der Stromrechnung schnell in die sprichwörtliche Röhre.

Der Stromverbrauch eines Routers fürs Telefon und Internet entspricht mitunter dem eines weiteren Kühlschranks. Energie sparen lässt sich hier indem einzelne Funktionen abgestellt werden, z.B. das WLAN während typischer offline-Zeiten. Ein Blick in die Bedienungsanleitung lohnt sich.