Klimaschutz für den Hausgebrauch. Jeden Tag eine kleine gute Tat

Dass die Temperatur auf der Erde steigt, ist den meisten bewusst. Auch, dass der Energieverbrauch damit zu tun hat und die Treibhausgase, die dabei entstehen. Um das Wissen in die Tat umzusetzen, braucht dennoch mancher einen kleinen Schubs. „Kleine Änderungen haben manchmal große Wirkung“, ermutigt Dr. Klaus Keßler, Geschäftsführer der KliBA, Unentschlossene, „und vieles ist nicht aufwändig.“ Einige Vorschläge hat die Energieagentur zusammengestellt.

Strom sparen: Wer beim Kochen die Restwärme der Herdplatte ausnutzt und dem Topf seinen Deckel lässt, spart Strom. Staunen Sie auch, wie Ihre Energierechnung schrumpft, wenn Sie alte Glühlampen durch LEDs ersetzen. Schalten Sie bei Nichtgebrauch alle Elektrogeräte wie Fernseher, Kaffeeautomat oder Rechner ganz ab: Kein Lämpchen leuchtet mehr, Stand-by ist aus. Ein zuverlässiger Helfer dafür sind abschaltbare Steckdosenleisten. Beim Neukauf von Geräten orientieren Sie sich am EU-Energieeffizienzlabel und wählen stets Klasse A, wenn vorhanden mit +. Noch ein Blick in den Keller: Wie alt ist Ihre Heizungspumpe? Läuft sie ungeregelt und permanent? Dann lassen Sie sie austauschen!

Wärme sparen: Lüften Sie gerne „auf Kipp“? Viel effektiver und wärmesparender ist mehrmaliges kurzes Stoßlüften mit Durchzug. Das Thermostat-Ventil sollten Sie dabei herunter drehen. Wenn Sie Rollläden oder Fensterläden besitzen, schließen Sie diese nachts. Das hält die Wärme besser innen. Probieren Sie auch mal, die Raumtemperatur um ein Grad zu senken. Das spüren Sie kaum, der Verbrauch sinkt aber um sechs Prozent. Vorschlag: Duschen Sie anstatt zu baden oder verkürzen Sie Ihre Duschzeit – auch das spart Energie. Und schauen Sie bei Gelegenheit mal auf das Baujahr Ihrer Heizungsanlage. Nach rund 15 Jahren empfiehlt sich alleine aus Effizienzgründen ein Austausch.

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Der Einsatz von LEDs anstatt alter Glühlampen senkt Ihren Stromverbrauch massiv. Der Kaufpreis rentiert sich recht schnell.

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Wenn Sie die Raumtemperatur um ein Grad senken, sparen Sie rund sechs Prozent Energie. Beide Bilder © KEA

Benzin sparen: Umweltfreundlich unterwegs zu sein heißt für viele, aufs Rad zu steigen oder zu laufen. Das sind gesunde Alternativen. Der öffentliche Nahverkehr, Zugfahrten oder eine Fahrgemeinschaft zählen jedoch auch dazu. Es lohnt sich ferner darüber nachzudenken, ob Car-Sharing ein eigenes und wenig benutztes Fahrzeug ersetzen kann. Wer das Auto täglich braucht, sollte sich beim Neukauf vorausschauend nach dem umweltfreundlichsten Modell erkundigen. Für Elektroautos gibt es Zuschüsse vom Bund.

Zahl des Monats: 27

Rund 27 Prozent des privaten Stromverbrauchs gehen aufs gemeinsame Konto von Informationstechnik, Fernsehen und Audio-Geräten. Mit 17 Prozent folgen Kühl- und Gefriergeräte. Waschen und Kochen verbrauchen zusammen 13 Prozent. (Quelle: co2online.de)