Schimmel vermeiden durch richtiges Lüften und Sanieren

Mit Schimmel in Gebäuden ist nicht zu spaßen. Ist der ungesunde Mitbewohner einmal da, lässt er sich oft nur schwer entfernen. Richtiges Lüften und Heizen halten den Pilz fern, genauso wie eine gute Gebäudedämmung.

Auf Camembert ist er beliebt, in Brot oder an Wänden gefürchtet: Schimmel. Geschätzte 100.000 Arten sind bislang bekannt – nicht alle sind für den Menschen giftig. Schimmelbefall in Räumen kann jedoch Allergien und Erkrankungen der Atemwege auslösen. „Wir empfehlen vorbeugend neben regelmäßigem Lüften und ausreichendem Heizen auch eine gute Dämmung des Gebäudes“, erklärt dazu der Geschäftsführer der KliBA, Dr. Klaus Keßler.

Richtig Lüften: Durch Duschen, Kochen, Schwitzen und große Zimmerpflanzen verdunstet in Räumen eine erhebliche Menge Wasser. Schlägt sich Feuchtigkeit an kühlen Stellen nieder, kann hier Schimmel wachsen. Schlaf- und Wohnräume sollten daher mehrmals täglich mehrere Minuten lang gelüftet werden; Küche und Bad nach Bedarf häufiger. Besonders wirksam ist eine Stoßlüftung mit weit geöffneten Fenstern und Durchzug – bei geschlossenen Heizungsventilen. Einen Schritt weiter geht, wer eine Lüftungsanlage einbauen lässt.

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Schimmel - soweit muss es nicht kommen. Beugen Sie vor mit guter Wärmedämmung und regelmäßigem Lüften. Bild: © KEA

Richtig heizen: An kühlen Innenbauteilen setzt sich mehr Schwitzwasser ab, als an warmen. Räume sollten deshalb nicht ganz auskühlen. Eine Temperatur von 20 Grad Celsius am Tage und 18 Grad in der Nacht oder bei Abwesenheit eignet sich für Wohnräume; in Schlafzimmern und Fluren kann es zwei Grad kühler sein. Klaus Keßler empfiehlt programmierbare Thermostatventile für die Heizkörper: „Die sind nicht teuer und sorgen stets für die richtige Raumtemperatur.“

Richtig sanieren: In nicht gedämmten Gebäuden sind insbesondere die äußeren Zimmerwände kalt. Gleiches gilt für die Laibungen an den Fenstern. Schlägt sich hier Feuchtigkeit nieder, kommt schnell der Schimmel. Abhilfe schafft eine professionell geplante Gebäudedämmung – zusammen mit dem Einbau energetisch hochwertiger Fenster. „Die Mär, man ‚verschweiße‘ damit das Haus, stammt von vor über 100 Jahren“, erklärt Klaus Keßler. „Atmende Wände gibt es nicht und gab es nie“. Wichtig sei, das Gebäude energetisch als Ganzes zu betrachten und sich an einen erfahrenen Energieberater zu wenden.

Weiterführende Links: Umweltbundesamt: https://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/umwelteinfluesse-auf-den-menschen/schimmel