Ohne Flieger nach Mallorca? Spaß und Klimaschutz im Gepäck

Ein klimafreundlicher Urlaub – ist das nicht umständlich und einschränkend? „Mitnichten“, meint Dr. Klaus Keßler von der KliBA. Denn neue Wege zu beschreiten, bedeutet meist eher Bereicherung als Verzicht. Beachten Pioniere dabei ein paar Empfehlungen, kann nur so wenig schiefgehen wie auf jeder anderen Reise auch.

Zu Hause Energie zu sparen, ist für viele Menschen inzwischen selbstverständlich. Die unabhängige KliBA berät dazu regelmäßig. Doch wie geht das im Urlaub? „Alles lässt sich vielleicht nicht klimafreundlich organisieren“, sagt Keßler, „mindestens jedoch ein Teil der Reise“. Am besten, man fängt vorne an: Wohin soll es gehen? Wie komme ich dorthin? Welche Unterkunft passt und welche Verpflegung gibt es dort? Und schließlich: die Unternehmungen vor Ort. Ein paar Tipps, wie sich das klimafreundlich gestalten lässt, hat die KliBA zusammengestellt:

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Bild: © KEA

Das Ziel und die Anreise

Die am weitesten entfernt liegenden Ziele sind nicht unbedingt die schönsten. Vielleicht findet sich auch ein näheres – denn klimaverträglich sind eher kürzere Anreisestrecken. Viele Urlaubsorte lassen sich mit Bus, Bahn und/oder Schiff erreichen – im Extremfall auch die Insel Mallorca. Ihr Gepäck können Sie teilweise vorab aufgeben, so reisen Sie bequem. Oder Sie brechen einmal mit dem Fahrrad auf? Falls Sie doch einen Flug buchen, können Sie Ihr CO2-Konto mit einer Spende ausgleichen (siehe Kasten).

Unterkunft und Verpflegung

Achten Sie bei der Wahl Ihrer Unterkunft auf Stichworte wie „nachhaltig“ oder ähnliches. In puncto Verpflegung können Sie sich nach regionalen und biologischen Produkten erkundigen. Wenn Sie selbst einkaufen, suchen Sie vorab oder vor Ort nach Bioläden oder regionalen Erzeugern. Unter den Begriffen „Ökohotel“ oder „Biohotel“ finden Sie Unterkünfte, die verstärkt auf solche Kriterien achten.

Aufenthalt und Unternehmungen

Wählen Sie eine Region mit einem guten Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln aus. Manchmal gibt es Touristentickets für das ganze Gebiet. Für Ausflüge können Sie ergänzend Car-Sharing- oder Mietautos nutzen. Auch (Elektro-)Fahrräder gibt es vielerorts zum Ausleihen. Und manch schöner Weg beginnt direkt vor der Haustür.

„Wer klimafreundlich verreist, lässt den Spaß und die Erholung nicht zu Hause“, sagt Keßler. Apropos zu Hause: Bei längerer Abwesenheit können Sie auch dort Energie sparen. Schalten Sie alle Geräte mit Standby-Betrieb ganz aus oder ziehen Sie den Stecker. Falls Sie den Kühlschrank leeren, trennen Sie ihn ebenfalls vom Netz (Achtung: Tür offen lassen, sonst kommt der Schimmel). Warmwasserbereiter und die Heizung stellen Sie auf „abwesend“.