Ein Tag für das Klima

Gutes Klima schaffen ist gar nicht schwer. Neben der energieeffizienten Sanierung des Eigenheims lässt sich auch im Alltag viel für den Klimaschutz tun. Wie wäre es mit einem Klimaschutztag die Woche? So könnte der Tag mit einer Dusche beginnen, die 5 Minuten kürzer ist als sonst. Danach lockt das Frühstück mit Bio-Butter und Bio-Brot, mit Müsli aus der regionalen Mühle und saisonalem Obst vom Markt. Das Wasser für den Tee aus einheimischen Kräutern wird im Wasserkocher portionsgenau und daher energieeffizient erhitzt. Wer lieber Kaffee mag, trinkt ihn heute aus biologischem Anbau und fair gehandelt.

Bevor der Gang zur Arbeit ruft, werden bei einem kurzen Rundgang durch die Wohnung alle Stand-by-Verbraucher ausgeschaltet: Kaffeemaschine, Fernseher, Radio und Co. verraten den heimlichen Stromverbrauch oft durch verräterisch leuchtende rote Lämpchen. Andere müssen erst durch einen Stromspargerät entlarvt werden. Das lässt sich bei der KliBA kostenlos ausleihen.

Der Aufzug bleibt links liegen: Die Treppe wird genutzt. Auch das Auto macht heute Urlaub, stattdessen werden die paar Kilometer zur Arbeit hin und zurück geradelt.

Die nächste Besprechung steht an, doch vorher druckt der Klimaschützer nur wirklich wichtige Dokumente aus, schaltet noch schnell das Licht am Arbeitsplatz aus und den Bildschirm ab. Der Computer ist ohnehin so eingestellt, dass er nach einigen Minuten in den Stand-by-Modus wechselt.

Ein klimafreundliches Mittagessen ist der Saison angepasst. Vegetarische Krautwickel im Winter sind besser als Rinderbraten mit Rotkohl im Sommer.

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Bild: fotolia

Und wieder zu Hause? Wer Kinder hat, bringt diese mit dem Rad von A nach B, spielt mit ihnen lieber Karten, als Computer, lässt sie ein Buch anschauen statt Fernsehen und bastelt mit ihnen Solarspielzeug als zu batteriebetriebene Spielsachen zu greifen.

Abends gibt es Nudeln. Das Wasser wird im Wasserkocher schneller erhitzt und in den Kochtopf umgefüllt. Nudeln rein, Deckel drauf und nach 5 Minuten lässt sich der Herd schon wieder ausschalten, denn die Resthitze reicht, um die Nudeln al dente zu genießen. Heute bleibt der Fernseher aus, dafür sorgt ein Krimi aus der Bücherei für Zerstreuung.

Und bevor der Klimaschutztag zu Ende geht, wird das Handy-Ladegerät aus der Steckdose genommen. Auf diese Weise hat der Klimaschutztag nur über das Nutzerverhalten rund vier Kilogramm CO2 vermieden, so viel wie ein Auto auf der Strecke Heidelberg-Weinheim an CO2 ausstößt.