Das Gerät im Test

Heidelberg. Auch wer jetzt schon auf seinen Stromverbrauch achtet, kann mit dem Strommesser, den KliBa und Stadtbücherei nun verleihen, einiges dazulernen, das zeigt der RNZ-Praxistest. Meist ist der Verbrauch der Geräte im Haushalt schwer vorherzusagen. Erwartete Stromfresser, wie etwa das nicht genutzte Handy-Ladegerät in der Steckdose, bleiben nämlich erstaunlich harmlos: Weder Ladekabel noch das Netzteil des Laptops verbrauchen im unbenutzten Zustand Strom – „0 Watt“ zeigt das Messgerät an, aber wohl nur, weil es sich um relativ moderne Geräte handelt. Welche Rolle das Alter von technischen Geräten spielt, zeigt auch der Test von Flachbild-TV, Spielekonsole und PC-Aktivboxen im Stand-by-Modus: Während der moderne Fernseher und die Konsole „nur“ 0,6 und 1,3 Watt verbrauchen, ziehen die Boxen auch im Stand-by-Modus stolze 4,7 Watt. Was nach nicht so viel klingt, macht aufs Jahr gerechnet schnell ein paar Euro aus. Praktischerweise zeigen die Messgeräte nicht nur die abgerufene Leistung in Watt, sondern berechnen auch gleichzeitig den Wert des verbrauchten Stroms in Euro. Dazu ist ein Preis von 24 Cent pro Kilowattstunde in den Geräten eingespeichert. Schnell sieht man so, was zwei Stunden fernsehen, eine Dusche mit Durchlauferhitzer oder eine Maschine Kochwäsche kosten.

Fazit: Die Geräte sind unkompliziert, übersichtlich und leicht zu benutzen. Wer „Stromfresser“ daheim sucht und findet, kann bares Geld sparen und der Umwelt helfen. dns

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© RNZ, Region Heidelberg vom Mittwoch, 18. Februar 2015, Seite 6