Schüler kamen „Stromräubern“ auf die Spur

Zweitägiges Standby-Projekt an der Elsenztalschule

Gleich an zwei Tagen stand das mit Neugierde erwartete Standby-Projekt für die vierten Klassen der Elsenztalschule auf dem Stundenplan. Die Schulleitung und das Kollegium luden dazu die Umweltpädagogin Anita Köhler ein, die junge Menschen zum Energiesparen motivieren möchte. Im Vordergrund stand die Einsicht, dass Energie wertvoll ist und nicht verschwendet werden darf – oft im Gegensatz zu den Erfahrungen der Kinder aus ihrem häuslichen Umfeld, wo oft gedankenlos die Fenster bei voll aufgedrehten Heizkörpern geöffnet und Lichter in ungenutzten Räumen brennen.

Das Projekt erwies sich als eine gute Möglichkeit, die Kinder auf die Energieverschwendung ganz praktisch aufmerksam zu machen. Dazu konnten die Schüler selbst aktiv werden und durch eigene Erfahrungen und Entdeckungen lernen. So hatten die Kinder Elektrogeräte aus ihrem Kinderzimmer und dem Haushalt mit in die Schule gebracht, die nun auf den Prüfstand kamen und deren Energieverbrauch bewertet wurde. Dabei gab es manche Überraschung und die jungen Stromdetektive staunten, wie hoch der Energieverbrauch einzelner Geräte war. Ein besonderes Anliegen war es, unnötige „Stromräuber“ am Beispiel des Standbymodus aufzuspüren.

Ergänzend gab es Informationen rund um die Herkunft des Stroms, über fossile und regenerative Energieerzeugung und es wurde die Frage nach dem Zusammenhang zwischen dem Klimaschutz und dem Stromverbrauch gestellt. Durch konkrete Beispiele wurden somit die Schüler für den Umwelt- und Klimaschutz sensibilisiert. Zum Abschluss gab die Umweltpädagogin ganz praktische Tipps mit auf den Weg, um den Alltag klimafreundlicher zu gestalten. „Das war echt interessant, das werde ich zu Hause erzählen,“ war die Reaktion der Schüler. Wenn dann daraus eine Verhaltensänderung auch bei den Eltern wird, dann kann sich nicht nur der Geldbeutel, sonder vor allem das Klima freuen.

Die Unterrichtsstunden werden aus dem Förderprogramm „Klimaschutz Plus“ des Landes finanziert. Als regionaler Partner setzt es die KliBA in den Schulen um. (ar)

© Region Heidelberg vom Donnerstag, 21. Januar 2016, Seite 50