In der Advents- und Weihnachtszeit 2021 werden nach Angaben des Energieversorgers „LichtBlick“ – https://www.lichtblick.de/weihnachtsumfrage/ – rund 19,5 Milliarden Lämpchen deutsche Haushalte erhellen – ein neuer Rekord:  2020 waren 0,7 Milliarden Lichter weniger. Der Stromverbrauch beträgt in dieser Zeit 623 Millionen Kilowattstunden – das entspricht dem Jahresverbrauch einer mittleren Stadt mit 208.000 Haushalten und entspricht Kosten von etwa 196 Millionen Euro.

In den Fenstern hängen leuchtende Weihnachtssterne und an Häusern und in den Gärten funkeln Lichterketten in der Dunkelheit, zuweilen gesellen sich sogar ein lebensgroßes Rentier oder ein beleuchteter Weihnachtsmann dazu. Mit einigen Energiespartipps können Sie den Stromverbrauch senken und den ökologischen Fußabdruck solcher Lichtorgien reduzieren.

Auf LED (Licht emittierende Dioden) umsteigen. LED-Lampen halten nicht nur wesentlich länger, sie verbrauchen auch bis zu 90 Prozent weniger Strom als herkömmliche Lichterketten, die Mehrkosten amortisieren sich sehr schnell und ein warmer gelber Farbton gibt ein gemütliches Licht. Zusatzfunktionen wie Licht dimmen oder Farbwechsel können den Energieverbrauch erhöhen. Als Außenbeleuchtung eignen sich solarbetriebene LED-Lichterketten.

Noch effizienter sind Lampen, die gar nicht brennen – am besten ist es also, auf elektrische Weihnachtsbeleuchtung zu verzichten! Eine schöne Kerze in einer Laterne strahlt mehr Weihnachtsruhe aus als hektisch blinkende Lichter.

Mit Maß beleuchten. Generell werden Beleuchtungen viel zu früh eingeschaltet. Einprägsamer ist doch, wenn sie bewusst am Abend für einige Stunden brennen, und zwei, drei leuchtende Sterne am Fenster sorgen für eine viel weihnachtlichere Stimmung. Beim Verlassen der Wohnung oder vor dem Schlafengehen gilt: Der Letzte macht die Lichterketten aus.  Nutzen sie am besten eine Zeitschaltuhr, die das Ein- und Ausschalten für Sie übernimmt.

Zu echtem Ökostrom wechseln. Möchten Sie vor allem die CO2-Emissionen für die Weihnachtsbeleuchtung senken, sollten Sie Ökostrom nutzen.

Keine batteriebetriebenen Lichterketten: Denn Batterien landen früher oder später im Müll. Viele Tonnen Cadmium gelangen jedes Jahr unkontrolliert in die Umwelt, weil Batterien nicht fachgerecht entsorgt werden.

Nacht- und Winterschlaf nicht stören. Helle, strahlende Weihnachtsbeleuchtung im Garten lässt nicht nur die Nachbarn nachts schlecht schlafen, sondern auch Tiere. Diese brauchen gerade in der kalten Jahreszeit ihre gesamte Energie, um zu überleben. Störende Lichtquellen können sich für Tiere verwirrend auswirken. Auch deshalb ist es besonders wichtig, die Beleuchtung zumindest in der Nacht abzuschalten.