Energie vor Ort Sommer 2022

Das Magazin für Bauen, Wohnen und Energie der KLiBA Heidelberg – Rhein-Neckar-Kreis

Aufgrund des Krieges in der Ukraine scheint die komplexe Problemlage der Klimakrise an politischer Dringlichkeit hintangestellt zu werden. Vermehrt werden die Themen Sicherheit und Verteidigung fokussiert, während Klimaschutz, Energie und Mobilität in den Hintergrund rücken. Das wirkt wie eine Hiobsbotschaft. Ist diese Sorge tatsächlich gerechtfertigt?

In beeindruckender Solidarität hat der globale Westen Barrieren, die zuvor als unüberwindlich galten, trotz enormer wirtschaftlicher Kosten – Energiepreise schießen in die Höhe, Sanktionen treffen nicht nur Russland, sondern auch uns – effizient und zügig beiseite geräumt. Die Sanktionen des Westens haben längst die weitrecihenden Konsequenzen der Energieabhängigkeit von Russland belegt. Daher hat der schnelle Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland höchste Priorität. Wirtschaftsminister Robert Habeck kündigte zwar an, Laufzeiten von Kohlekraftwerken zur Not zu verlängern, um kurzfristig ohne russisches Gas auszukommen – an den mittelfristigen Klimazielen des Koalitionsvertrags möchte die Regierung jedoch festhalten. Schließlich tragen nachhaltige Energieversorgung und wirksamer Klimaschutz zur Friedenssicherung bei.

Dass wir uns beim Klimaschutz beeilen müssen, ist keine Neuigkeit. Die Nachrichten der letzten Wochen wiegen dennoch schwer: Die Weltwetterorganisation (WMO) in Genf hat vor Kurzem verkündet, dass die globale Jahresdurchschnittstemperatur schon bis 2026 um mehr als 1,5 °C gegenüber dem vorindustriellen Niveau ansteigen könnte.

Gemeinsam mit Ihnen möchten wir einen ökologischen Wandel anstoßen und neue Wege für Klimaschutz beschreiten. Deshalb laden wir Sie gerne zum Dialog ein und freuen uns auf einen regen wirkunsgvollen Austausch!

Einen tatenvollen und klimafreundlichen Sommer!

Mit zuversichtlichen Grüßen

Ihre KLiBA