Erneuerbare Energie vor Ort: Die PV-Anlage der Fritz-Mannherz-Mehrzweckhalle in Reilingen versorgt die Halle, das Schulgebäude und das Nebengebäude mit Kindergarten nachhaltig mit Strom. Bild: SO.LE. green energy GmbH
Das Photovoltaik-Netzwerk Rhein-Neckar in Kooperation mit der KLiBA veröffentlicht die Halbjahreszahlen 2026
Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Baden-Württemberg Photovoltaik (PV)-Anlagen mit insgesamt 828 Megawatt (MW) Leistung in Betrieb genommen. Der Neckar-Odenwald-Kreis ist der erfolgreichste Landkreis beim Zubau und führt mit 53 MW neu installierter Leistung. Danach folgen dicht beieinander der Landkreis Konstanz (43 MW), der Rhein-Neckar-Kreis (42 MW) und der Ortenaukreis (40,5 MW).
Landesweit ermittelt die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW) zusammen mit dem Solar Cluster Baden-Württemberg den Vergleich. Die Daten basieren auf dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur und wurden vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) ausgewertet. Vorläufige Ergebnisse finden sich im Datendienst der LUBW (Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg).
Erfolge im Landkreis
Der Rhein-Neckar-Kreis belegt Platz 2 im Land bei Gebäude-Solarstromanlagen mit 31,7 MW installierter Leistung. In vielen Kommunen steigt der Anteil der Solarenergie kontinuierlich. In der Gemeinde Reilingen erzeugt eine PV-Anlage mit 500 Modulen und einer Gesamtleistung von 227,50 kWp auf den Dächern der Fritz-Mannherz-Mehrzweckhalle Strom für den Eigenverbrauch. Dieser wird für Halle, Schulgebäude und Kindergarten genutzt. In der Gemeinde Meckesheim produziert die Fassaden-Photovoltaik (zwei PV-Anlagen zu je 10 kWp und insgesamt 42 Module) am Gebäude der St. Martin-Apotheke Strom für Klimatisierung, Medikamentenlager, Lagerautomaten und die gesamte EDV.
„Der Ausbau der Dachanlagen in RNK bleibt auf hohem Niveau. Wir hoffen außerdem, dass der positive Trend des zweiten Halbjahres 2025 bei Freiflächenanlagen im Jahresverlauf noch weiter zulegt“, sagt Dr. Keßler, Geschäftsführer der KLiBA.
Übrigens: Photovoltaik-Anlagen haben sich nach rund zehn bis zwölf Jahren finanziell ausgezahlt. Das reduziert die Kosten für Strom aus dem öffentlichen Netz. Der Energieaufwand zur Herstellung einer Solaranlage amortisiert sich im Schnitt bereits nach rund zwei Jahren. Während ihrer gesamten Lebensdauer von 20 bis 30 Jahren erzeugen die Module das elf- bis 18-fache der benötigten Herstellungsenergie.
Photovoltaik-Netzwerk Rhein-Neckar berät
Das Photovoltaik-Netzwerk Rhein-Neckar wird vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gefördert. KLiBA koordiniert das Netzwerk und berät Hauseigentümerinnen und -eigentümer, Unternehmen und Kommunen zu Erwerb, Betrieb, Nutzen und Kosten der PV-Anlagen und hilft auch bei einem Kontakt zu Handwerksbetrieben.
Ansprechpartner im Photovoltaik-Team der KLiBA sind Silvia Böse und Dominik Lesemann. Sie stehen Ihnen gerne beratend zur Seite!
E-Mail: pv@kliba-heideberg.de, Fon 06221 99875-0.
Weitere Informationen:
- Photovoltaik-Liga Baden-Württemberg: aktuelle Rangliste der Landkreise im Südwesten.
- Datenquellen: Photovoltaik-Netzwerke Baden-Württemberg, LUBW-Photovoltaik-Dashboard.
Webseiten:
- Photovoltaik-Netzwerk Baden-Württemberg: www.photovoltaik-bw.de
- LUBW-Dashboard (Photovoltaik-Ausbau-Daten): https://umweltdaten.lubw.baden-wuerttemberg.de/w/m-energie-sonne-dashboard-ausbau
- PV-Karte mit Handwerksbetrieben für die Region Rhein-Neckar: https://pv-karte-rhein-neckar.de/karte?m=solarteur.

