Mehr Photovoltaik in der Region Rhein-Neckar erfolgreich voranbringen

Dezentrale Erzeugung und direkte Nutzung von Sonnenstrom ist ein wichtiger Baustein für die zukünftige, nachhaltige und klimaschützende Stromversorgung.  Das Photovoltaik (PV)-Netzwerk Rhein-Neckar – eines der 12 regionalen Netzwerken in Baden-Württemberg – belebte im Wesentlichen während der letzten drei Jahren den Zubau von Photovoltaik in der Region Rhein-Neckar. Die Offensive für mehr Photovoltaik initiierte das Land Baden-Württemberg. Das PV Netzwerk Rhein-Neckar zieht eine positive Bilanz.

(Heidelberg, 1. April 2022) Strom mit Sonnenenergie erzeugen, selbst nutzen und den Überschuss ins Netz einspeisen – das kann inzwischen jeder, der über ein geeignetes Dach verfügt.  Mit der eigenen Photovoltaik-Anlage auf dem Dach wird man unabhängiger vom öffentlichen Stromversorger und leistet einen wesentlichen und lukrativen Beitrag zur Energiewende: Der Strom wird vor Ort erzeugt und teilweise selbst verbraucht. Den anderen Teil des Stroms können die Anlageneigentümer gegen eine Vergütung in das öffentliche Netz einspeisen. Wer den Strom für Beleuchtung, elektrische Geräte oder das Elektroauto nutzt, spart den Kauf von teurerem Strom aus dem Netz. Darüber hinaus werden auch die Stromnetze entlastet.

Um den Ausbau mit Photovoltaik im Land Baden-Württemberg voranzubringen, hat das Land 2018 eine Offensive „Photovoltaik-Netzwerke“ gestartet. Als eines der 12 regionalen Netzwerke wird das PV Netzwerk Rhein-Neckar von der KLiBA, Klimaschutz- und Energiebratungsagentur, als treibende Kraft, in Kooperation mit der Klimaschutzagentur Mannheim und der Energieagentur Neckar-Odenwald Kreis und dem BUND Heidelberg getragen.

Die Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA BW) hat die Zubau-Zahlen der vergangenen drei Jahre bilanziert: Im Rhein-Neckar-Kreis konnten die Zubau-Raten deutlich gesteigert werden: 2019 waren es 11,4 MWh; 2020 – 19,9 MWh und 2021 – 24,5 MWh.

Der Geschäftsführer der KLiBA, Dr. Klaus Keßler, freut sich über die gute Bilanz der PV-Initiative, an der insgesamt 15 Kommunen teilgenommen haben. Die enge Kooperation mit den Kommunen des Rhein-Neckar-Kreises und dem Landkreis Rhein-Neckar trägt zum Erfolg bei: „Das Beratungs- und Informationsangebot der KLiBA wurde von Bürgerinnen und Bürgern insbesondere dann sehr gut angenommen, wenn die Kampagnen von Bürgermeisterin und Bürgermeistern promotet werden“. Das sehr große Interesse an den PV-Checks war eine positive Herausforderung. Die Zahlen sprechen für sich: Insgesamt über 2.000 Photovoltaik-Beratungen, davon alleine 1.000 PV-Checks belegen das. Die zahlreichen Online-Infoveranstaltungen haben trotz der Pandemie viele Interessenten angezogen.

Der Erfolg dieser Initiative wird durch die Ergebnisse einer Evaluation bestätigt. Sind die Ergebnisse eines Solar-Eignungschecks positiv – dafür legen die Energieberater anhand der Daten zum Dach (u.a. Größe, Typ, Ausrichtung, Neigung, Zustand und Verschattungs­grad) beispielhaft eine passende PV-Anlage aus; berechnen Kosten, Wirtschaftlichkeit und Amortisationszeit; berücksichtigen den Betrieb einer Anlage mit/ohne Batteriespeicher, in Kombination mit einer Wärmepumpe sowie mit/ohne Wall-Box für E-Auto, stellen eine Check-Liste für die weiteren Schritte zur Anlage –  werden die Bürgerinnen und Bürger nach so einer Beratung aktiv. Zwei Drittel der Beratenden haben demnach entweder eine PV Anlage installiert oder sie holten ein Angebot für die Installation ein. Vor-Ort-Beratungen als auch Kurzberichte ohne Vor-Ort-Begehung haben den Bürgerinnen und Bürgern bei Ihrer Entscheidung für eine PV-Anlage geholfen. Etwa 90 Prozent der installierten PV-Anlagen haben eine Leistung zwischen 4,5 und 15 kWp.

Dr. Klaus Keßler freut sich über die Fortsetzung der PV-Netzwerke durch das Land für weitere drei Jahre: „Während der PV-Offensive haben wir gemeinsam eine beachtliche Leistung an den Tag gelegt und begleiten mit wertvollem und erweitertem Angebot Bürgerinnen und Bürger, Gewerbetreibende und Kommunen auf dem Weg zur Erzeugung von Sonnenstrom auf ihrem eigenen Dach“.

Photovoltaik-Netzwerk Rhein-Neckar berät

Das Photovoltaik-Team der KLiBA, Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur Heidelberg – Rhein-Neckar-Kreis gGmbH, bei der das Photovoltaik-Netzwerk Rhein-Neckar angesiedelt ist, steht Ihnen gerne beratend zur Seite! E-Mail: pv@kliba-heideberg.de, Fon 06221 99875-0.

Das Photovoltaik-Netzwerk Rhein-Neckar wird vom Umweltministerium Baden-Württemberg finanziell gefördert. Die Fachleute der KLiBA unterstützen die Kommunen in der Region bei der Umsetzung einer lokalen Photovoltaik Kampagne. In deren Rahmen informieren Sie Bürgerinnen und Bürger der Kommune über Möglichkeiten, Nutzen und Kosten der Sonnenstromerzeugung.

Informationen zum Photovoltaik-Netzwerk Baden-Württemberg und allen regionalen Akteuren gibt es unter www.photovoltaik-bw.de.